Nachfolgend habe ich Ihnen meine wichtigsten 10 Wettbewerbsvorteile zusammengestellt.
Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Rolf Popp
Ich freue mich auf Ihre Kommentare, Meinungen und Ihre Wettbewerbsvorteile, die für Sie besonderen Stellenwert haben.
Meine aktuellen TOP 10 Wettbewerbsvorteile
1. Politische Korrektheit
Nie war politische Korrektheit in den vergangenen 50 Jahren wichtiger als aktuell. Dies gilt es immer stärker zu beachten. Mittlerweile ist die „politische Korrektheit“, auch in Demokratien, ein nicht mehr wegzudenkender Aspekt in der Unternehmensentwicklung. Die politische Korrektheit hat es bei mir seit 2021 von gewissermaßen keinem Platz auf der TOP-10-Liste, auf Platz 1 geschafft.
Zum einen können nicht mainstreamtaugliche Aussagen mittlerweile zu massiven Problemen führen. Andererseits ist es wichtig, aus politischer Sicht, in der richtigen Branche tätig zu sein. In Deutschland wurden gewissermaßen mit einem Handstreich ganze Industrien zerstört, wie die klassische Energieversorgung oder das Diesel-Aus. Andere Industrien wurden und werden massiv gepusht, wie die Strom- oder Rüstungsindustrie.
2. Klarheit und Information als Wettbewerbsvorteil
Klarheit in dem, was man tut oder will, als Basis für Erfolg. Auch heute sind Informationen und die Reduktion auf das Wesentliche ein Schlüsselfaktor für richtige und bessere Entscheidungen. Marktforschung und Informationsgewinnung sind daher grundlegende Anforderungen an jedes Unternehmen. Insbesondere über künftige Märkte und deren Veränderungen sollten umfangreiche Informationen vorhanden sein.
3. Die „innere Haltung“ als Wettbewerbsvorteil
Ist die Überzeugung echt, oder gespielt? Erst wenn die innere Haltung auch unzweifelhaft nach außen sichtbar wird, entwickelt sich diese für andere zu einem Magneten. Dabei steht immer der Mehrwert für Dritte bzw. die Lösung einer Aufgabe im Vordergrund, nie die Buchhaltung. Erfolg ist eine Konsequenz des Nutzens für Dritte.
4. Der „richtige Ort“ als Wettbewerbsvorteil
Eine Idee, ein Produkt oder eine Dienstleistung (IPD) kann hervorragend sein, aber nicht zum Erfolg führen. Das gesamte Potenzial entwickelt sich aus meiner Sicht erst am richtigen Ort und führt erst dort zur vollen Entfaltung der im IPD liegenden Möglichkeiten.
Dies kann u.a. damit zusammenhängen, dass dort das richtige Kundenklientel anzutreffen ist, welches als Multiplikator wirkt, oder dort ein Beziehungsnetzwerk vorhanden ist, um nur einige Beispiele zu nennen.
Ziel ist es, eine gewisse Geschwindigkeit der Verbreitung zu erreichen, um eine Kettenreaktion auszulösen. Damit können Selbstläufer erschaffen werden, die so lang laufen, bis die in der IPD enthaltene Energie aufgebraucht ist.
5. Schnelligkeit als Wettbewerbsvorteil
Schneller ist besser als langsamer. Bei der Unternehmensführung haben diesen Vorteil, insbesondere inhabergeführte Unternehmen ohne viele Hierarchien. KMUs haben sehr wenige Hierarchieebenen, manchmal nur 1 Entscheidungsträger, im Vergleich zu Großunternehmen, wo lange Entscheidungsprozesse durchlaufen werden müssen.
Generell kommt es hier nicht darauf an, etwas schnell zu machen, sondern darauf, die erkannte Chance oder Notwendigkeit möglichst zügig bei höchstmöglicher Qualität umzusetzen.
Vergessen sollte hier nicht werden, Entscheidungen mit Bedacht und ruhig zu treffen. Wenn diese aber getroffen sind, dann sollte eine zügige Umsetzung durchgeführt werden.
6. Design als Wettbewerbsvorteil
Wer genau hinsieht, erkennt, dass Design in jeder Branche und für jedes Produkt einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile unserer Zeit ist. Design ist das nicht gesprochene Versprechen des Produkts, der Firma, der Person an den Kunden.
Design hebt sich ab von der breiten Masse, es verbindet oder polarisiert. Gutes Design ist nie langweilig, sondern entscheidet über Ihren KMU-Erfolg.
7. Kapital als Wettbewerbsvorteil
Finanzielle Freiheit ist eine der wichtigsten Nebensachen, um erfolgreich zu sein. Darunter verstehe ich, dass die finanzielle Stabilität und Ausstattung so gut sein sollten, dass die laufenden Kosten gedeckt und freie Mittel zur Nutzung kurzfristiger Möglichkeiten vorhanden sind.
8. Organisation als Wettbewerbsvorteil
Je besser ein Unternehmen organisiert ist, umso erfolgreicher ist es. Organisation ist eine Fähigkeit, welche insbesondere den Deutschen zugeschrieben wird. Die Organisation schafft Übersicht, Transparenz und spart massiv Kosten. Dies führt zu wirtschaftlichen und effektiven Abläufen und damit zur Prozessoptimierung und zu Einsparungen. Allerdings sollte bewusst damit umgegangen werden, denn eine zu starre Organisation erstickt die Innovationsfähigkeit und Veränderungsfähigkeit.
9. Innovationen als Wettbewerbsvorteil
Neue Lösungen und Ideen lösen Aufgaben beim Kunden oder helfen, wirtschaftlicher und effektiver zu produzieren oder eine Leistung zu erbringen. Kreativität und Motivation sind hier ein wichtiger Baustein, den Sie selbst in der Hand haben. Seien Sie innovativ und probieren Sie etwas Neues. Profi-Unternehmen haben ein Innovation Lab.
10. Werteketten als Wettbewerbsvorteil
Werteketten können auch als Vernetzungen bezeichnet werden. Diese Beziehungen wurden vornehmlich durch Michael E. Porter beschrieben. Es sind Beziehungen zwischen Unternehmen und seinen Stakeholdern. Dies können Vernetzungen zwischen einer Firma und ihren Kunden oder Lieferanten sein. Bei Werteketten handelt es sich um ein Phänomen, welches eine extrem enge Vernetzung beschreibt, die so tief greift, dass es dadurch zu monopolartigen Situationen kommt.
D.h. je besser, näher und intensiver Sie z.B. mit Ihren Kunden oder Lieferanten verbunden sind, umso besser können Sie deren Bedürfnisse erkennen und Ihre Produkte und Leistungen danach ausrichten, um daraus das optimale Angebot zu generieren. Werteketten entstehen im Übrigen auch innerhalb eines Unternehmens.
Viel Erfolg wünscht Ihr
Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Rolf Popp
Weitere Erläuterungen und Hinweise finden Sie auch unter: www.wettbewerbsvorteile.com


Ich meine, da fehlen zwei wichtige Wettbewerbsfaktoren: das eine ist der Zielgruppen-Besitz, sprich, dass das Unternehmen Kunden hat, die stolz darauf sind, Kunde dieses Unternehmens zu sein. Zielgruppenbesitz entsteht durch Spezialisierung und finden des entscheidenden emotionalen Hebels der Zielgruppe.
Das andere ist die Qualität des Teams, des Personals, der Mannschaft. Denn die Mitarbeiter sind es, die einen Zielgruppenbesitz durch erfolgreiche Kontakt-Episoden erst ermöglichen.
Besten Dank Herr Wieland für den Kommentar – ich habe mich sehr gefreut.
Sie sprechen zwei wichtige Punkte an mit denen ein Unternehmer viel erreichen kann.
In meinen TOP 10 sehe ich deshalb auch Ihre beiden Überlegungen unter dem Punkt 7 als „Werteketten als Wettbewerbsvorteile“ zusammengefasst.
Interessant finde ich die Formulierung „Zielgruppen-Besitz“. Wenn Sie möchten biete ich Ihnen gerne an, dass Sie zu diesem Thema einen kurzen Artikel möglichst mit kleiner Graphik schreiben, den ich dann auf dem Blog veröffentliche. Kann man denn Ihrer Meinung nach eine Zielgruppe besitzen ?
Ich freue mich von Ihnen zu hören.
Beste Grüße Rolf Popp