Wettbewerbsvorteil Liquidität

Liquidität ist wie Wasser für Marathonläufer

Einer der wichtigsten Wettbewerbsvorteile für Unternehmen ist es einen langen Atem zu haben, sprich mehr Liquiditätsreserven zu besitzen, bzw. einen geringeren Liquiditätsverbrauch zu haben, als die Konkurrenz.

Einerseits gelingt es damit auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten das Überleben der Firma deutlich zu verlängern, andererseits bietet eine hohe Liquidität die Möglichkeit mit laufenden Investitionen technologisch immer mit an der Spitze zu stehen. Damit wird sicher gestellt, dass ständig effizient und wirtschaftlich produziert werden kann. Das Gleiche gilt auch für die Geschäftsräume und Gebäude, denn im Krisenfall können Neu-Investitionen oder Reparaturen deutlich verzögert werden.

 

Stehen große Investitionen bzw. längere Krisen an, dann spielt die Fähigkeit zur Beschaffung von Liquidität eine herausragende Rolle. Generell kann gesagt werden, dass derjenige der bereits in der Vergangenheit das Thema Liquidität gut gemeistert hat, auch in Krisenzeiten schneller und sicherer an frische Liquidität kommt, als derjenige der vorher dem Thema Liquidität keine große Beachtung geschenkt hat.

Diese drei Faktoren können im sogenannten „Liquiditätspotenzial“ zusammen gefasst werden. Der Wettbewerbsvorteil „Liquiditätspotenzial“ ergibt sich somit aus folgenden Teilaspekten:

                 1.      Liquiditätsreserven

                 2.      Möglichst geringer Liquiditätsverbrauch

                 3.      Fähigkeit zur Beschaffung von Liquidität

                       Liquiditätspotenzial

 

Liquidität muss daher eine der höchsten Prioritäten innerhalb der Unternehmensführung haben.

 

Zwar können in der Praxis die Liquiditätsreserven jederzeit eindeutig beziffert werden. Deutlich wichtiger ist aber, dass die Unternehmung einen möglichst geringen Fixkostenbedarf hat, da ansonsten z.B. in Krisenzeiten die Liquiditätsreserven sehr schnell aufgebraucht sind.

 

Tipp: Investitionen die zu 100 % finanziert werden sind einem enormen Krisen-Risiko ausgesetzt. Gerade bei größeren Investitionen, z.B. in Maschinen oder Gebäuden empfehle ich daher immer eine Mindest-Eigenkapitalquote von 25 % bis 50 %. Dies gilt im übrigen auch für den privaten Bereich.

 

In allen Fällen ist daher die Transparent zum künftigen Liquiditätsbedarf wichtig. Diese Transparenz kann nur mit einer geeigneten Unternehmensplanung sicher gestellt werden. Dazu ist u.a. eine individuell für das Unternehmen aufgebaute Liquiditätsplanung wichtig. Gleichzeitig, müssen die Verantwortlichen in der Firma mit dieser Planung arbeiten und Veränderungen im Sinne eines risikobewussten Kaufmanns bei ihren Entscheidungen beachten.

 

Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Rolf Popp

www.pro-consult.com

 

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