Formel für Wettbewerbsfähigkeit

In der betrieblichen Praxis geht es im Wesentlichen immer darum Wettbewerbsvorteile zu erkennen, zu generieren und einzusetzen, um damit die eigene Wettbewerbsfähigkeit zu stärken. Allerdings sind diese Wettbewerbsvorteile nicht statisch, sondern sehr dynamisch und verändern sich teilweise schnell in verschiedene Richtungen.

Wettbewerbsvorteile sind nicht statisch !

Daher ist es nötig, die eigene Wettbewerbsfähigkeit regelmäßig anhand verschiedener Kriterien zur Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit zu beurteilen. Anschließend können diese neu justiert, ausgerichtet und eingesetzt werden, was zu einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung führt.

Dazu habe ich eine Formel für Wettbewerbsfähigkeit entwickelt.

Formel für Wettbewerbsfähigkeit

Zur Beurteilung von Wettbewerbsvorteilen gibt es verschiedene Überlegungen und Herangehensweisen. Nachfolgend habe ich Ihnen einige Kriterien aufgelistet.

Kriterien zur Beurteilung der Wettbewerbsfähigkeit mittels Wettbewerbsvorteile:

  • Anzahl (wenige bis viele)
  • Bedeutung (weniger wichtig bis sehr wichtig)
  • Wirkdauer (kurz- bis langfristig)
  • Effektivität (schwach bis intensiv)

Dabei muss beachtet werden, dass jeder Wettbewerbsvorteil einzigartig ist und als solcher im Kontext zum Unternehmen und dessen Möglichkeiten gesehen werden muss.

„Effektivität“ ist z.B. dann ein wichtiger Wettbewerbsvorteil, wenn die Anwendung einen besonders hohen Nutzen erbringt. Die „Wirkdauer“ eines Wettbewerbsvorteils bezieht sich auf die Zeitspanne innerhalb derer dieser Wettbewerbsvorteil angewendet werden kann. Danach ist die Wirkung verloren bzw. stark vermindert. Für die Wettbewerbsfähigkeit ist eine hohe „Anzahl“ verschiedener oder mehrere Wettbewerbsvorteile gut geeignet, um sich insgesamt besser darzustellen. Die „Bedeutung“ von Wettbewerbsvorteilen erläutert den Bezug auf die eigentliche Geschäftstätigkeit des Unternehmens. Je wichtiger ein Wettbewerbsvorteil für den eigentlichen Geschäftszweck ist, umso besser ist es für die Firma.

Sonderformen von Wettbewerbsvorteilen:

  • Transparenz (unsichtbar bis sichtbar)
  • Wirkkette (zwei oder mehrere Wettbewerbsvorteile ergänzen sich oder bauen aufeinander auf)

„Transparenz“ bezeichnet das Merkmal, ob ein Wettbewerbsvorteil klar erkennbar ist, also auch von Dritten als solchem so wahrgenommen wird, oder ob sich dieser Wettbewerbsvorteil z.B. aus einer gewissen Kombination an Einzelfaktoren heraus ergibt, und somit zunächst nicht klar zu erkennen ist. „Wirkketten“ sind schließlich aneinander gereihte oder parallele Wettbewerbsvorteile, welche zu einer überproportionalen, sogenannten Resonanz-Effektivität führen.

Formel für Wettbewerbsfähigkeit

  • Xn Anzahl an Wettbewerbsvorteilen
  • WB Bedeutung des Wettbewerbsvorteils (1 niedrig, 2 mittel, 3 hoch, 4 sehr hoch)
  • WD Wirkdauer des Wettbewerbsvorteils in Jahren (empf. 1 bis max. 4 Jahre)
  • WEff Effektivität des Wettbewerbsvorteils (empf. 1 bis 100 in %)
  • WF Wettbewerbsfähigkeit

Die regelmäßige Analyse der Wettbewerbsvorteile eines Unternehmens in Bezug auf diese Kriterien bzw. die gezielte Verstärkung dieser Wettbewerbsvorteile führt zu überproportionaler Wettbewerbsfähigkeit.

Viel Erfolg bei der Beurteilung Ihrer Wettbewerbsfähigkeit mittels Wettbewerbsvorteile.

Dipl.-Wirtsch. Ing. (FH) Rolf Popp

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